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Deutschland blamiert sich auf EM

„Die Skeet-Damen vom SSC Schale sind Mannschaftseuropameister!“, so lautete die geplante NWAW-Überschrift nachdem uns die Nachricht vom erfolgreichen Abschneiden aus Baku erreichte. Denn Christine Wenzel, Nele Wißmer und Katrin Wieslhuber (alle SSC Schale) gewannen nach altem Regelwerk die EM-Mannschaftswertung.

Dann jedoch 3 Stunden nach Wettkampfende der Schock: Es gab erstmals bei dieser EM eine neue Regel, nachdem das Mannschaftsergebnis nur Qualifikationsergebnis für eine neue Teamwertung ist, die am Folgetag (also heute) ausgeschossen wird. Das deutsche Team kannte diese neue Regel nicht, obwohl Sportdirektor und Disziplin-Bundestrainer vor Ort waren. Und: Auch schon in der Disziplin Trap 3 Tage zuvor nach dieser neuen Regel geschossen wurde, auch zur „Überraschung“ des deutschen Trap-Bundestrainers.

Die Enttäuschung 3 Stunden nach Wettkampf zu erfahren, dass man nicht Europameister ist sondern das Turnier am folgenden Tag fortgeführt wird, war für unsere Mädchen grenzenlos. Jeder Mensch der Sport macht, kann sich diese Situation sicher vorstellen.

Nach diesem Tiefschlag wollten die Mädchen zumindest ihre EM zu Ende schießen, dafür hatten sie sich monatelang vorbereitet und sind die Reise nach Aserbaidschan angetreten. Aber die Sportleitung / BT entschied sich dafür, die bereits gebuchten Flüge zu nehmen. Also: Abbruch der EM mitten im Turnier, das Team muss abreisen!

Heute dann auf dem Flughafen der „krönende Abschluss“ dieser EM-Blamage: Alle 3 Mädchen mussten das Flugzeug wegen Überladung verlassen und müssen nun auf einen Folgeflug warten, der frühestens morgen stattfinden kann. Sie sind also noch vor Ort, führen die EM an und dürfen nicht mehr mitschießen.

Diese Situation ist sicherlich einzigartig in der deutschen Sportgeschichte und für eine olympische Sportart. Während die anderen Nationen auf die neue Situation vorbereitet waren und die EM nach neuem Regelwerk beenden, sitzen die besten (und führenden) deutschen Schützinnen ohne Flinte da und können den anderen zusehen.

Das haben unsere Mädchen nicht verdient!